Jagdzeit

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8. Geburtstag

Heute wird Yaska 8 Jahre alt.

Ihre Zuchtkarriere ist damit beendet, in diesem Jahr hat sie zugunsten von Bea auf einen letzten Wurf verzichtet. Sie hat in vier Würfen insgesamt 28 Welpen grossgezogen, denen wir alles Gute wünschen.

Da sie sich in Zukunft wieder mehr auf die Jagd konzentrieren kann (am liebsten jagt sie Wildschweine), bekam sie zum Geburtstag eine neue extrabreite Warnhalsung mit Trackertasche und gestickter Telefon-Nummer von NaniDogs.

Die Massanfertigung passt perfekt. Wie sie sich auf der Jagd bewährt werden wir noch testen.

Drückjagdimpressionen 2017

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Januarjagd

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Noch einmal war in K. eine kleinere Jagd angesagt. Wir fuhren bei Minusgraden und Rauhreif los, kamen bei Wiesbaden dann in den Nebel. Im Revier auf der Höhe war es zunächst auch noch hell, aber dann kam der Nebel gezogen, was die Sicht erschwerte.

Yaska konnte sich heute noch einmal beweisen, im Gegenhang warf sie einen Frischling aus dem Brombeerverhau, an dem sich die Treiberhunde schon vergeblich versucht hatten, und verfolgte ihn bis er zur Strecke kam. Danach jagte sie noch eifrig in andere Richtungen.

2016-01-09_Kiedrich

Zeder hatte heute Pause. Auf der Strecke lagen nur 2 Sauen, obwohl einige vorgekommen waren.

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Als kleines *Andenken* hat Yaska doch einen kleinen Schmiss auf den Rippen mitgenommen, der Frili war schon sehr agressiv. Nicht tief, ca 2 cm, das heilt von alleine. Die Kratzer von den Brombeeren sehen anders aus.

Vielleicht sollten wir für die nächste Saison doch über eine Schutzweste nachdenken, wenn Yaska so hart an den Sauen arbeitet.

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Sauhunde

Kaum hat das neue Jahr angefangen, bereitet Yaska mir schon wieder graue Haare.

Gestern war noch mal eine kleine Gatterjagd angesagt im Herrnwäldchen. Wir waren ziemlich sicher, dass dort Sauen liegen müssten. Diese Ecke bleibt bei der Hauptjagd immer unberührt, da relativ dicht an der Strasse und als Rückzugsgebiet fürs Rotwild, da auch der untere Mühlschlag und das Rückertal nicht bejagt werden. Im letzten Jahr hatten wir das Gatter noch vor Weihnachten gedrückt und hatten 10 Sauen, ein gutes Ergebnis.

Aufgrund der Häufung von schweren Wildunfällen im Wald an der Hessenstrasse Richtung Selters (angrenzendes Nachbarrevier) wollten wir dies aber nicht ohne Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Hessenstrasse tun, und bis mit der strassenbehördlichen Genehmigung alles geregelt ist, braucht eine gewisse Vorlaufzeit, so dass wir den Termin lieber ins Neue Jahr gelegt haben.

Gegen Mittag wurden die Verkehrsschilder nach Vorschrift aufgestellt, die Jäger trafen sich um 12:30 beim Ort; ca. 13:15 war abgestellt und die Treiber (Jörg, Oli, Jan-Philipp) gingen los. Es fielen auch schon die ersten Schüsse, einige Sauen lagen wohl locker und wollten den bisher gastlichen Wald verlassen.

Zuerst gingen sie durch das Pampasgras, wo wir auch Sauen vermuteten, dann ins Gatter, wo die Hunde (Yaska und Momo) geschnallt wurden. Da ging es dann gleich rund, aber die Sauen hatten sich im Pampasgras überlaufen lassen. Die Hunde raus aus dem Gatter, dann ging es draussen rund.

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Eine 35 kg Sau übers freie Feld wurde von Yaska und Momo gepackt und konnte erlegt werden. Momo zurück ins Gatter, Yaska jagte eine Rotte aus dem Schilf, die sich übers freie Feld in den Heckenkomplex an der Wiesenkanzel flüchtete. Dort ging es mehrmals rund, da Yaska keine Ruhe gab und dann mit über 30 kmh nach oben, über die Strasse und übers freie Feld bis in den Wald Richtung Lindenberg. Erst kurz vor der Talstrasse kehrte Yaska um und kam zurück.

Über die Strasse und wieder rein ins Schilf, die nächste Rotte ging genau über die Strasse, Yaska hinterher und verfolgte sie bis über die Münsterer Strasse, kehrte dann aber wieder flott zurück.

Sie ging sofort wieder ins Gatter, wo Momo noch zu gange war und mischte noch mal mit  und gegen Ende um 14:30 kam sie in bei meinen Nachbarschützen an, die Sauen erlegt hatten. Insgesamt waren 16 zur Strecke gekommen, bestimmt das doppelte konnte das Weite suchen.

Super gearbeitet, aber es bereitet mir graue Haare, wenn der Hund über die Strasse geht und ich bin zu weit weg.

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Drückjagdimpressionen

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Entenjagd

Heute morgen mussten wir früh raus, um rechtzeitig an Ort und Stelle zu sein, bevor es hell wird. Mit einer kleinen Gruppe von 6 Jägern und 3 Hunden sind wir los und haben am Bach Aufstellung genommen und sind dann alle gleichzeitig auf den Damm. Die Enten flogen auf und es fielen einige Schüsse. Eine Ente war nach rechts im Sinkflug abgestrichen. Yaska rannte erst übereifrig und planlos auf der Dammböschung hin und her. Als die Ente angetrieben wurde, hab ich sie nochmal geschickt. Mit einem Satz rein, Yaska wurde ebenfalls von der starken Strömung nach links abgetrieben, hat aber die Situation erfasst und sich die Ente quasi ins Maul schwimmen lassen und ans Ufer gebracht.

Das war das erste mal, dass sie auf einer richtigen Entenjagd apportiert hat und dann noch bei solcher Strömung. Die beiden DK, die noch dabei waren sind erfahrener und tun sich durch ihre Grösse auch leichter. Jetzt hatten wir schon mal 3 Enten.

Ein ganzes Stück weiter die Nidda abwärts, wo sie nicht mehr so begradigt ist, sondern wieder in Bogen fliesst – aber nicht weniger starke Strömung, haben wir die nächste Stelle in Angriff genommen. Wieder fielen einige Schüsse. Eine Ente kam von rechts angetrieben, und wie ich Yaska schicke, taucht die Ente am Ende der Insel weg. Yaska hat gegen die Strömung keine Chance, scheint bei aller Anstrengung auf der Stelle zu stehen, gibt erst nach mehreren Minuten auf und findet mit Mühe einen Platz wo sie aussteigen kann.

Noch ein Erpel streicht ab und fällt auf Schuss ins Wasser. Yaska springt mit Elan in die Nidda, fast zu kurz für die Strömung, schafft es aber mit „Düsenantrieb“ den Erpel rechtzeitig zu packen. Sie will auf dem kürzesten Weg zu mir bringen, aber es gelingt ihr nicht an dem Steilufer auszusteigen. Ich muss ihr helfen, nehme ihr den Erpel aus dem Fang, wobei ich selber fast mit einem Stiefel ins Wasser rutsche. Aber auch alleine schafft sie es nicht,  ich muss sie am Kragen packen und ein Stück hochhieven bis sie in der Böschung Halt bekommt.

Dann taucht die geflügelte Ente am Rand der Insel auf und erhält den Fangschuss und treibt ab. Ich laufe auf dem Damm flussabwärts und rufe Yaska, die mir erst mal den Erpel nachbringt. Als sie die Ente auf der andern Seite treiben sieht, sucht sie sich zwischen umgefallenen Weiden einen Einstieg und schafft es auch zum Dritten mal zu bringen. Diesmal findet sie auch einen Ausstieg, der zu bewältigen ist.

Ihr fehlt es an Erfahrung, wenn das Ufer zu steil ist, sich ein Stück treiben zu lassen und einen besseren Ausstieg zu suchen und übers Ufer zu bringen.

Während die beiden DK noch am andern Ufer nach Enten suchen, lasse ich Yaska schon in der kniehohen Gründüngung hinter uns frei verloren suchen, wo zwei oder drei Enten hineingefallen sind. Yaska bringt eine Ente, ein DK eine weitere, die dritte findet sich leider nicht obwohl die drei Hunde bestimmt über eine halbe Stunde gründlich gesucht haben.

Trotzdem sind wir mit insgesamt 10 Enten sehr zufrieden.

Yaska hat gezeigt, dass sie gut gelernt hat und für die Praxis taugt. Absolut schussruhig (Standruhe), nicht hektisch und sicher im Apport. Mit dem Einweisen und Lenken klappt es noch nicht so gut, aber das ist sicher auch noch mangelnde Erfahrung. Immerhin hat sie von den 10 Enten vier gebracht, und davon 3 aus dem Flüsschen (das waren alle die rechts von uns runter kamen, sie hat keine davon verpasst).

Ich bin richtig stolz auf mein Mädchen!