Kaum hat das neue Jahr angefangen, bereitet Yaska mir schon wieder graue Haare.
Gestern war noch mal eine kleine Gatterjagd angesagt im Herrnwäldchen. Wir waren ziemlich sicher, dass dort Sauen liegen müssten. Diese Ecke bleibt bei der Hauptjagd immer unberührt, da relativ dicht an der Strasse und als Rückzugsgebiet fürs Rotwild, da auch der untere Mühlschlag und das Rückertal nicht bejagt werden. Im letzten Jahr hatten wir das Gatter noch vor Weihnachten gedrückt und hatten 10 Sauen, ein gutes Ergebnis.
Aufgrund der Häufung von schweren Wildunfällen im Wald an der Hessenstrasse Richtung Selters (angrenzendes Nachbarrevier) wollten wir dies aber nicht ohne Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Hessenstrasse tun, und bis mit der strassenbehördlichen Genehmigung alles geregelt ist, braucht eine gewisse Vorlaufzeit, so dass wir den Termin lieber ins Neue Jahr gelegt haben.
Gegen Mittag wurden die Verkehrsschilder nach Vorschrift aufgestellt, die Jäger trafen sich um 12:30 beim Ort; ca. 13:15 war abgestellt und die Treiber (Jörg, Oli, Jan-Philipp) gingen los. Es fielen auch schon die ersten Schüsse, einige Sauen lagen wohl locker und wollten den bisher gastlichen Wald verlassen.
Zuerst gingen sie durch das Pampasgras, wo wir auch Sauen vermuteten, dann ins Gatter, wo die Hunde (Yaska und Momo) geschnallt wurden. Da ging es dann gleich rund, aber die Sauen hatten sich im Pampasgras überlaufen lassen. Die Hunde raus aus dem Gatter, dann ging es draussen rund.
Eine 35 kg Sau übers freie Feld wurde von Yaska und Momo gepackt und konnte erlegt werden. Momo zurück ins Gatter, Yaska jagte eine Rotte aus dem Schilf, die sich übers freie Feld in den Heckenkomplex an der Wiesenkanzel flüchtete. Dort ging es mehrmals rund, da Yaska keine Ruhe gab und dann mit über 30 kmh nach oben, über die Strasse und übers freie Feld bis in den Wald Richtung Lindenberg. Erst kurz vor der Talstrasse kehrte Yaska um und kam zurück.
Über die Strasse und wieder rein ins Schilf, die nächste Rotte ging genau über die Strasse, Yaska hinterher und verfolgte sie bis über die Münsterer Strasse, kehrte dann aber wieder flott zurück.
Sie ging sofort wieder ins Gatter, wo Momo noch zu gange war und mischte noch mal mit und gegen Ende um 14:30 kam sie in bei meinen Nachbarschützen an, die Sauen erlegt hatten. Insgesamt waren 16 zur Strecke gekommen, bestimmt das doppelte konnte das Weite suchen.
Super gearbeitet, aber es bereitet mir graue Haare, wenn der Hund über die Strasse geht und ich bin zu weit weg.
